Wie Kaiser Konstantin und Rom das zweite Gebot und den Sabbat veränderten
„Der Sonntag ist der Tag des Herrn.“ Diese Aussage hört man in fast allen christlichen Kirchen. Doch woher kommt der Sonntag eigentlich als christlicher Ruhetag? Die Bibel kennt ihn nicht als heiligen Tag. Der Sonntag wurde nicht von Jesus oder den Aposteln eingeführt – er wurde von Kaiser Konstantin im Jahr 321 nach Christus per Gesetz eingesetzt.
Am 7. März 321 erließ Konstantin das erste Sonntagsgesetz der Geschichte: „Am ehrwürdigen Tag der Sonne sollen die Richter und das Volk in den Städten ruhen…“ Damit wurde der heidnische „Tag der Sonne“ (dies solis) zum offiziellen Ruhetag des Römischen Reiches – und später zum zentralen Tag der Christenheit.
Die Streichung des zweiten Gebotes
Parallel zur Einführung des Sonntags geschah noch etwas noch Schwerwiegendes: Das zweite Gebot wurde aus dem Dekalog entfernt. Das Verbot, Bilder zu machen und sie anzubeten, passte nicht mehr in das aufkommende Bilderverehrungssystem der Kirche. Um die Zehn Gebote trotzdem auf zehn zu halten, wurde das zehnte Gebot einfach in zwei Teile gespalten.
Diese doppelte Veränderung – Abschaffung des biblischen Sabbats und Streichung des zweiten Gebotes – ist kein Zufall. Sie ist die buchstäbliche Erfüllung einer uralten Prophezeiung.
Daniel 7,25 – Die Prophetie erfüllt sich
„Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern;“ (Daniel 7,25)
Genau das ist geschehen. Das „kleine Horn“ (das in der prophetischen Auslegung als das Papsttum identifiziert wird) hat versucht, Zeiten und Gesetz zu ändern. Es hat den von Gott eingesetzten Sabbat (den siebten Tag) durch den Sonntag ersetzt und das zweite Gebot aus dem Gesetz Gottes entfernt.
Prophetien gehen nur einmal buchstäblich in Erfüllung. Danach können sie nur noch antitypisch (als Vorbild) wirken. Die buchstäbliche Veränderung des Ruhetages und die Streichung des zweiten Gebotes kamen beide aus Rom bzw. dessen geistlichem Nachfolger. Damit ist Daniel 7,25 erfüllt.
Jesus bestätigt das unveränderliche Gesetz
„Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ (Matthäus 5,18)
Jesus selbst hat klargestellt: Nicht ein Buchstabe, nicht ein Strichlein des Gesetzes wird vergehen. Wer behauptet, der Sabbat sei abgeschafft oder durch den Sonntag ersetzt worden, widerspricht direkt den Worten Christi.
Der Sabbat – Von Anfang an für alle Menschen
Der Sabbat wurde nicht erst am Sinai für Israel eingesetzt. Er wurde bereits bei der Schöpfung für die gesamte Menschheit eingesetzt:
„Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“ (1. Mose 2,3)
Das war lange bevor es ein israelitisches Volk gab. Gott sagte nicht: „Dieser Tag gilt nur für die Juden.“ Er sagte:
„Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen, nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ (Markus 2,27)
Der Sabbat ist ein Geschenk für die ganze Menschheit – ein Zeichen der Schöpfung und der Erlösung.
Warum der Sonntag kein Ersatz sein kann
Der Sonntag hat keine biblische Grundlage als Ruhetag. Die Jünger hielten auch nach der Auferstehung weiter den Sabbat. Die Apostelgeschichte zeigt, dass Paulus und die ersten Christen am siebten Tag in die Synagogen gingen, um das Wort Gottes zu verkündigen (Apg 13,14.42.44; 16,13; 17,2; 18,4).
Die Einführung des Sonntags war eine Vermischung von heidnischem Sonnenkult und christlichem Glauben – genau das, wovor die Bibel immer wieder warnt.
Die ernste Frage für uns heute
Wenn Daniel 7,25 sich buchstäblich erfüllt hat, dann leben wir in einer Zeit, in der das Gesetz Gottes bewusst verändert wurde. Dann ist der Aufruf Jesu umso dringender:
„Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ (Johannes 14,15)
Der wahre Sabbat ist nicht nur ein Tag der Ruhe. Er ist ein Zeichen der Treue zu dem Schöpfer, der uns gemacht hat, und zu dem Erlöser, der uns freigekauft hat.
Die Welt sagt: „Der Sonntag ist der Tag des Herrn.“ Die Bibel sagt: „Der siebte Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes.“ (2. Mose 20,10)
Die Entscheidung liegt bei uns. Wollen wir dem folgen, was Menschen (auch Kaiser und Kirchenführer) verändert haben – oder dem, was Gott von Anfang an festgesetzt hat?
Der Sabbat ist nicht nur ein Gebot. Er ist eine Einladung in die Ruhe Gottes – eine Ruhe, die wir nur finden, wenn wir Ihm gehorsam sind.